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6 Gründe, warum kleine Unternehmen nachhaltige Lösungen einführen müssen

29 Apr 2022 9 MIN READ

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6 Gründe, warum kleine Unternehmen nachhaltige Lösungen einführen müssen

Bei den COP26-Verhandlungen im vergangenen Jahr hat die Welt gesehen, wie Klimaaktivisten den Druck auf die Regierungen erhöhen, etwas gegen den Anstieg der globalen Temperaturen zu unternehmen. Wieder einmal stand das Thema Greenwashing im Mittelpunkt, als Demonstranten auf die Straße gingen, um die Staats- und Regierungschefs aufzufordern, neue Rechtsvorschriften zu prüfen und weniger rigorose Anstrengungen zur Erreichung der Klimaneutralität einzustellen.

Doch während die Spannungen zwischen den Nationen zunehmen, geraten zu Recht auch die Unternehmen in den Blickpunkt. Kunden und Mitarbeiter suchen zunehmend nach Unternehmen, die ihre Geschäftsmodelle maßgeblich verändern, um eine nachhaltigere Zukunft für alle zu gewährleisten. In Zukunft wird die umweltfreundliche Anpassung der Unternehmensstrukturen von einer wünschenswerten Option mehr zu einem Grundwert für Geschäftsstrategien werden.

Was sind also die Gründe für diesen Wandel und die zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit kleiner Unternehmen? Im Folgenden werden sechs Gründe aufgeführt, warum Unternehmen jeder Größe neue Praktiken umsetzen und ihre Geschäftstätigkeit durch eine umweltfreundliche Vorgehensweise zukunftssicher machen.

Mitarbeiter beschäftigen sich leidenschaftlich mit Umweltfragen

Der weltweite Ruf nach Klimaschutzmaßnahmen wird lauter, und die Mitarbeiter verlangen, dass ihre Unternehmen mehr dafür tun. Eine von Censuswide im Jahr 2020 durchgeführte Studie ergab besorgniserregende Zahlen für Unternehmen, die zögern, sinnvolle Änderungen vorzunehmen. Denn es wird immer offensichtlicher, dass die Arbeitnehmer von ihren Unternehmen verlangen, deren Werte durch Taten und nicht durch Worte zu fördern. Die Studie zeigte Folgendes auf:

  • 72 % der Mitarbeiter waren besorgt über die Ethik ihres Unternehmens in Bezug auf den Umweltschutz.
  • Erstaunliche 83 % der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen keine ausreichenden Nachhaltigkeitsbemühungen unternimmt.
  • 65 % der Befragten gaben an, dass sie sich eher für eine Position in Unternehmen entscheiden, zu deren Unternehmenskultur starke Nachhaltigkeitsinitiativen gehören.
  • Inzwischen wollen 63 % umweltfreundliche Kompetenzen erwerben, um für umweltbewusste Unternehmen wertvoller zu werden. Diese Leidenschaften für den Schutz des Planeten teilen auch Führungskräfte.

Zudem ergab eine Accenture-Studie mit 4.051 C-Suite-Führungskräften, dass 73 % den Übergang zu nachhaltigen Geschäftspraktiken in den nächsten drei Jahren als wesentliche Priorität betrachten.

Ein weiterer Indikator dafür, dass es den Mitarbeitern mit umweltfreundlichen Praktiken ernst ist, ist die Zunahme von Führungspositionen in dieser Branche. Die Zahl der Positionen im ökologischen, sozialen und ESG-Bereich (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) boomt. Immer mehr Unternehmen erkennen den Wert der Unterstützung durch Fachleute bei der Erstellung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsplänen.

Möchten Sie Ihre umweltbewussten Mitarbeiter ansprechen? Mit der Verpflichtung zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung kann das Management Zugang zu aussagekräftigen Kennzahlen erhalten. Diese Zahlen erlauben, leichter Nachhaltigkeitspläne für Unternehmen zu erstellen, Richtlinien zu definieren und Ziele für Anreize festzulegen, die Teams auf der Suche nach einer grüneren Zukunft zusammenbringen können.

Die Klimaberichterstattung wird obligatorisch

Während viele Unternehmen derzeit freiwillig an der Klimaberichterstattung teilnehmen, sind Länder auf der ganzen Welt bestrebt, die Wirkung dieser Rahmenregelungen zu verstärken, indem sie diese verbindlich machen. Der theoretische Hintergrund ist, dass Unternehmen gezwungen werden, ihre Umweltauswirkungen transparenter zu machen und dadurch Investoren von Unternehmen mit grüneren Initiativen angezogen werden.

Erst im vergangenen Monat kündigten die Vereinigten Staaten an, dass sie über weitreichende Gesetze nachdenken, durch die Unternehmen verpflichtet würden, ihre Umweltauswirkungen zu analysieren und offenzulegen. In den letzten zehn Jahren haben sich die freiwilligen Meldungen jährlich verdoppelt. Die geplanten Vorschriften indes verpflichteten alle börsennotierten Unternehmen dazu, die Bewertung des Klimarisikos in ihre jährliche Finanzanalyse aufzunehmen. Diese Berichte deckten dann die gesamte Bandbreite der Treibhausgasemissionen ab, einschließlich der Treibhausgasemissionen, die in den Lieferketten und durch das Pendeln von Mitarbeitern entstehen. 

Eine weiterreichende Berichterstattung über die Klimaaufklärung wird zweifellos Unternehmen dabei helfen, ihre CO₂-Bilanz genauer zu betrachten. Dennoch werden diese Vorschriften Herausforderungen mit sich bringen, auf die sich alle Unternehmen frühestmöglich vorbereiten müssen.

Andere umweltfreundliche Vorschriften nehmen zu

Über die Pläne, die Emissionsberichterstattung obligatorisch zu machen, hinaus initiieren einige Länder viele weitere Regulierungsinitiativen zum Schutz des Planeten. Im Jahr 2018 veröffentlichte die Europäische Union eine Reihe von Rechtsvorschriften, die darauf abzielten, auf der ganzen Welt mehr Diskussionen über die Nachhaltigkeitsorganisation anzuregen.

Ein weiteres Beispiel ist der britische Zehn-Punkte-Plan, der zum nationalen Ziel gehört, bis 2050 klimaneutral zu sein. Die als „grüne industrielle Revolution“ bezeichnete Initiative umfasst Programme zur Beschleunigung des Verbrauchs erneuerbarer Energien, zur Verbesserung der Luftqualität und zur Durchsetzung neuer Gebäudestandards, die sich auf Energieeffizienz und das Heizen mit geringem CO₂-Ausstoß konzentrieren.

Diese Pläne werden sich auf Unternehmen in vielerlei Hinsicht auswirken. Da in Ländern auf der ganzen Welt vergleichbare Vorschriften in Kraft treten, müssen sich Unternehmen schnell anpassen, um diese einhalten zu können.

Ein Aufschieben könnte sich langfristig negativ auf das Geschäftsergebnis auswirken

Mit einem Blick in die Vergangenheit lassen sich leicht Parallelen ziehen zwischen diesem jüngsten Streben nach Nachhaltigkeit und einer anderen großen Veränderung, mit der die Unternehmen in den letzten Jahren konfrontiert waren.

Vom Kameramagnaten Kodak bis zum Mobilfunkriesen Nokia gibt es zahlreiche Erzählungen über erfolgreiche Unternehmen, die es versäumt haben, sich angesichts der Digitalisierung zu erneuern. Die Kosten des Nichthandelns hatten oft verheerende Folgen: Unternehmen, die sich nicht an die sich ändernden Kundenbedürfnisse angepasst hatten, zerfielen.

Die Verbraucherstatistiken zum Thema Nachhaltigkeit liegen vor. Es sieht nicht gut aus für Unternehmen, die nicht bereit sind, in umweltfreundlichere Praktiken zu investieren. 81 % der Kunden auf der ganzen Welt sind der Meinung, dass Unternehmen die Bekämpfung des Klimawandels unterstützen sollten. Studien haben zudem gezeigt, dass sich über 60 % der Generation Z eher für umweltbewusste Unternehmen als für weniger umweltbewusste Wettbewerber entscheiden.

Wenn uns die Digitalisierung etwas gelehrt hat, dann, dass es sich als weniger kosteneffizient erwiesen hat, den Kopf in den Sand zu stecken, wenn Unternehmen beginnen, ihre Kunden an umweltfreundlichere Unternehmen zu verlieren.

Nachhaltige Praktiken werden in vielen Kooperationen zum obligatorischen Bestandteil

Immer mehr Unternehmen machen Nachhaltigkeit zu einem obligatorischen Glied jeder Zusammenarbeit. Nehmen wir zum Beispiel den Moderiesen Zalando. Er erklärte den Klimawandel zu einem maßgeblichen Thema unserer Generation und unternahm radikale Schritte, um Teil der Lösung zu sein.

Im Jahr 2020 kündigte Zalando an, dass alle Marken, die auf ihrer Website vertreten sein wollen, bis 2023 Informationen über die Nachhaltigkeit ihrer Lieferkette offenlegen müssen.

Als Europas größter Online-Händler ist eine Überarbeitung der Partnerschaften keine Kleinigkeit. Zalando hat angekündigt, dass alle Kooperationspartner, die im Rankingsystem des Higg-Marken- und Einzelhandelsmoduls nicht gut genug abschneiden, ab dem nächsten Jahr entfernt werden.

„Ja, wir nehmen eine starke Position ein. Aber wir sehen einen entscheidenden Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und dem anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens.“

Kate Heiny, Direktorin für Nachhaltigkeit bei Zalando.

Zalando ist nicht das einzige Unternehmen, das eine strenge Haltung gegenüber Nachhaltigkeit einnimmt. Andere Marken nehmen tiefgreifende Veränderungen vor, um jüngere Kundengenerationen anzusprechen und ihre Lieferketten zukunftssicher zu gestalten. Amazon ist ein weiteres Beispiel für ein Unternehgmen, das seine Umweltschutzanforderungen verschärft.

Die Lieferketten werden einer umfassenden umweltorientierten Überarbeitung unterzogen, da immer mehr Unternehmen versuchen, sich von den Vorwürfen des Greenwashing zu distanzieren. Unternehmen, die nicht auf Nachhaltigkeit achten, können von lukrativen Partnerschaften ausgeschlossen werden.

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein richtiges Ziel, sondern auch eine kluge Geschäftsentscheidung

Beim Klimawandel sind wir alle Akteure. Jedes Jahr stellen Wissenschaftler fest, wann unser Verbrauch die natürlichen Ressourcen übersteigt, die der Planet pro Jahr erzeugen kann. Sie entwickeln sogenannte Überlastungsdaten für jedes Land, die einen erschütternden Einblick in das globale Niveau des Überkonsums bieten.

Mit freundlicher Genehmigung von Earth Overshoot Day

Da wir unsere Ressourcen weiterhin in einem alarmierenden Tempo verbrauchen, müssen Unternehmen eine entscheidende Rolle beim Schutz des Planeten spielen. Angesichts der zunehmenden Auswirkungen der globalen Erwärmung auf allen Kontinenten, ist die Angst vor den persönlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen, die vor uns liegen, verständlich.

Es ist klar, dass die Protokolle zur sozialen Verantwortung von Unternehmen substantielle Nachhaltigkeitslösungen umfassen müssen. Unternehmen tragen nicht nur eine moralische Verantwortung dafür, dass ihre Praktiken keine umweltschädlichen Auswirkungen haben, sondern von diesen strukturellen Veränderungen kann auch ihre Geschäftstätigkeit abhängen.

Ganz gleich ob es um schwindende Ressourcen und steil ansteigende Energiekosten geht oder darum, Top-Talente zu halten: Unternehmen könnten die Krise spüren, wenn sie das Wohl des Planeten nicht in den Mittelpunkt ihrer künftigen Geschäftspläne stellen. Einen echten Wandel herbeizuführen, kann entmutigend sein, aber Sie müssen es nicht allein tun. Die Bewältigung eines so umfassenden und vielfältigen Themas wie Nachhaltigkeit erfordert Zusammenarbeit. Nur so lassen sich die erforderlichen innovativen Schritte, mit denen Netto-Null-Emissionen erreicht werden sollen, umsetzen.

Betrachten wir zum Beispiel die erneuerbaren Energien. Für kleinere Unternehmen kann die Suche nach einer umweltfreundlicheren Energieversorgung entmutigend sein. Aber je nach Art Ihres Unternehmens könnte die Umgestaltung Ihrer Betriebsabläufe so einfach sein wie der Wechsel Ihres Anbieters. Darüber hinaus können Kleinunternehmer bei der Beschaffung erneuerbarer Energiequellen sogar mit finanzieller Unterstützung rechnen.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, Ihre CO₂-Emissionen in den Griff zu bekommen, es ist klar, dass es ethisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, der Nachhaltigkeitskurve voraus zu sein. Wer sich frühzeitig für umweltfreundliche Konzepte entschieden hatte, hat davon die Früchte geerntet. Denken Sie an Unternehmen wie Patagonia, Ikea und Whole Foods, die sich seit langem für nachhaltige Materialien und Zero Waste einsetzen: Man kann kaum behaupten, dass umweltfreundliche Strategien nicht mit Erfolg vereinbar sind.

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