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Wie verfasst man eine Umweltrichtlinie für Kleinunternehmen?

8 Jun 2022 9 MIN READ

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Wie verfasst man eine Umweltrichtlinie für Kleinunternehmen?

Und das ist nicht der einzige Grund, warum Ihr Unternehmen eine Nachhaltigkeitsrichtlinie braucht. Sie brauchen eine Nachhaltigkeitsrichtlinie, weil es das Richtige ist.

Nach zwei Wochen zaghafter Verhandlungen führte die COP26 im vergangenen Jahr zu einer globalen Vereinbarung, den Anstieg der weltweiten Temperaturen auf 1,5 °C zu begrenzen.

„Die 1,5-°C-Grenze lebt. Wir haben Sie vor dem Untergang bewahrt. Aber ihr Puls bleibt schwach.“

Alok Sharma, Präsident der COP26 und Staatsminister für das Kabinettsbüro des Vereinigten Königreichs

In diesem Jahr werden die Delegierten in Kairo zusammenkommen, um die Umsetzung der Pläne für Investitionen in erneuerbare Energien und andere Initiativen zur Verringerung der globalen CO₂-Emissionen zu beschleunigen. Da Forderung nach mehr Maßnahmen sich starker Begeisterung erfreuen, stehen Unternehmen vor der Aufgabe, ihre Bemühungen um ökologische Nachhaltigkeit zu intensivieren.

Was ist eine Nachhaltigkeitsrichtlinie?

Eine Nachhaltigkeitsrichtlinie skizziert die Verpflichtung eines Unternehmens, seine Auswirkungen auf zukünftige Generationen zu mildern. Diese Dokumente befassen sich in der Regel mit drei Bereichen: den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Belangen, die eine Konsequenz der Aktivitäten der Organisation sind.

Nachhaltigkeitsrichtlinien bieten Unternehmen die einzigartige Möglichkeit, die Strategien, die sie umsetzen, um die wirtschaftliche und ökologische Lebensfähigkeit ihres Unternehmens zu schützen, sowohl intern als auch extern zu erklären . Die Verankerung dieser Richtlinien als Grundlage aller Aufgaben des Führungsteams stellt sicher, dass wichtige Entscheidungen immer unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsprinzipien getroffen werden.

Sie bieten auch die Möglichkeit, die Werte der Organisation zu demonstrieren, die, wie wir sehen werden, interessante Auswirkungen auf die Kunden- und Mitarbeiterakquise haben können.

Braucht mein Unternehmen eine Nachhaltigkeitsrichtlinie?

Kurz gesagt: ja! Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung und Unternehmen geraten berechtigterweise unter Druck, ihren Beitrag zu leisten. Aber es ist nicht alles Schwarz und Weiß.

Es gibt mehrere Beispiele für kleine Unternehmen, die von einer kompromisslosen Haltung zur Nachhaltigkeit profitiert haben. Wir haben das inspirierende Unternehmen Elephant Gin interviewt. Das Unternehmen wurde mit einem eindeutigen, umweltfreundlichen Firmenethos gegründet und wird seitdem immer bedeutender.

Während die Sorge um die Umwelt zunimmt, erkennen Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt, dass die Auswirkungen des Klimawandels näher rücken. Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen dürfen nicht unterschätzt werden, aber Nachhaltigkeit bedeutet nicht, die Vergangenheit zu schelten oder in ihr zu verweilen. Es geht darum, sich auf Lösungen und Chancen zu konzentrieren, um für eine bessere, lebensfähigere Zukunft zu sorgen.

Die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsrichtlinie gibt kleinen Unternehmen die Möglichkeit, Probleme zu identifizieren und einen klaren Plan zu ihrer Bewältigung zu erstellen. Diese Kontrollen beruhigen Investoren und ermöglichen es Unternehmen, ihre umweltbewussten Werte mit anderen wichtigen Stakeholdern zu teilen.

Es könnte katastrophal sein, wenn wir es verpassen, selbst auf den Nachhaltigkeitszug aufzuspringen. Studien haben gezeigt, dass 60 % der Kunden und Kundinnen der Generation Z sich dafür entscheiden werden, ihre Einkäufe bei grünen Unternehmen anstatt bei Wettbewerbern zu tätigen, die sich wenig Sorgen um ihren CO₂-Fußabdruck machen. Darüber hinaus akzeptieren die meisten Bewerber und Bewerberinnen (65 %) eher ein Jobangebot einer Organisation, deren Unternehmensrichtlinien klare Maßnahmen zur Nachhaltigkeit beinhalten.

Durch die Gestaltung und Einhaltung einer Nachhaltigkeitsrichtlinie können sich kleine Unternehmen abheben und einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Da die Öffentlichkeit zunehmend von umweltfreundlichen Unternehmen angezogen wird, die ihre Richtlinie als Teil ihrer Marketingstrategie zielgerichtet einsetzen, ist es auf diese Weise auch für Sie möglich, den Gewinn Ihres Unternehmens zu steigern und die Mitarbeiterbindung zu stärken.

Ein letzter wichtiger Anreiz ist eine verstärkte Regulierung nachhaltiger Geschäftspraktiken. Während Regierungen weltweit nach neuen Wegen suchen, um ihre Reaktionen auf den Klimawandel zu intensivieren, kann es sein, dass es nicht dazu kommt, bis Organisationen jeder Größe rechtliche und ethische Verpflichtungen zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen eingehen.

Kleinunternehmer, die ihre Nachhaltigkeitspläne jetzt vorantreiben, könnten finanziell und von besserer Öffentlichkeitsarbeit profitieren, indem sie handeln, bevor regulatorische Verpflichtungen in Kraft treten.

Windkraftanlagen aus Vogelperspektive

Was sollte in eine Nachhaltigkeitsstrategie für kleine Unternehmen aufgenommen werden?

Es kann schwierig sein, zu wissen, wo man anfangen soll, wenn es um Nachhaltigkeit für Ihr Kleinunternehmen geht. Jedoch muss es nicht überwältigend sein, Ihre Umweltrichtlinie anzugehen. Initiativen wie Tech Zero bieten Ressourcen, um Technologieunternehmen aller Größen zu helfen, ihre Emissionen zu reduzieren.

Während Umweltrichtlinien unterschiedlich lang sein können, ist es besser, sie kurz und bündig zu halten. Rund zwei Seiten sind leichter verdaulich und können durch zusätzliche Dokumentationen ergänzt werden, wie zum Beispiel durch Menschenrechts- oder Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien. Nachfolgend stellen wir Ihnen eine bewährte Vorlage für die Erstellung einer sinnvollen und umfassenden Nachhaltigkeitsrichtlinie vor.

Berücksichtigen Sie den breiteren Kontext

Eine gute Nachhaltigkeitsrichtlinie sollte mit der Anerkennung der Klimakrise und aller lokalen, nationalen oder internationalen Vorschriften beginnen, denen Ihr Unternehmen unterliegt. Ein Bekenntnis zu diesen umfassenderen Zielen sowie zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung bringt die Bemühungen Ihres Unternehmens mit dem universellen Wunsch der Menschheit, ihre Umweltauswirkungen zu verringern, in Einklang.

Skizzieren Sie die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen für Ihre Branche

Wie wir bereits erwähnt haben, kann die Analyse der Nachhaltigkeitsauswirkungen Ihres Unternehmens in drei Kategorien unterteilt werden – und zwar in wirtschaftliche, ökologische und soziale Belange. Zu den Elementen, die Sie in Ihrer Nachhaltigkeitsrichtlinie berücksichtigen sollten, gehören:

  • Eine systematische Analyse Ihrer Umweltprobleme, wobei die wichtigsten Bedenken der Branche hervorgehoben werden und ein präventiver Ansatz mit Maßnahmen befürwortet wird, um die Wurzeln dieser Probleme zu lösen, anstatt die Auswirkungen stromabwärts zu mindern.
  • Die Angabe, wie Sie prüfen werden, ob sich Partner auch zu ähnlichen Nachhaltigkeitswerten verpflichten.
  • Die Beantwortung etwaiger Bedenken hinsichtlich des Tierschutzes, falls zutreffend.
  • Die Angabe von Vorkehrungen, die Sie treffen, um die Korruptions-, Betrugsbekämpfung und andere Aspekte der verantwortungsvollen Unternehmensführung durchzusetzen, die die Gesellschaft insgesamt schützen.
  • Die Sicherstellung, dass die Menschenrechte bei allen Aspekten im Unternehmens geachtet werden. Dies kann verschiedene Themen abdecken, die von Zusicherungen zur Bekämpfung des Menschenhandels bis hin zu Gesundheitsschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz reichen.
  • Eine Verpflichtung, den Bedenken aller Parteien Gehör zu schenken und sie anzusprechen, die die Organisation oder diejenigen, die in Ihrem Namen handeln, betreffen.

Abhängig von der Art Ihres Unternehmens müssen Sie sich mit verschiedenen Faktoren befassen, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Wenn Sie Einzelhändler sind, müssen Sie Ihre gesamte Lieferkette überprüfen, was von der Material- und Abfallreduzierung bis hin zum Verpackungs- und Lieferservice, den Sie verwenden, reicht.

Andererseits müssen sich Software- oder Dienstleistungsunternehmen möglicherweise stärker auf den Energieverbrauch konzentrieren und Schritte unternehmen, um eine umweltfreundlichere Versorgung zu gewährleisten. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn die Durchführung eines Nachhaltigkeitsaudits Ihres Unternehmens erschreckend erscheint. Es gibt professionelle Anbieter, die helfen können.

Wind und Wolken in Farbe

Setzen Sie eindeutige Ziele

Der nächste Schritt besteht darin, eindeutige unternehmensweite Verpflichtungen festzulegen, die diese Probleme angehen. Diese müssen so transparent wie möglich skizziert werden, um nachzuweisen, dass die Geschäftsanforderungen mit echten Anstrengungen ausgeglichen wurden, um sinnvolle Veränderungen herbeizuführen.

Die detaillierte Aufschlüsselung messbarer Ziele kann das Vertrauen von Kunden und Stakeholdern gewinnen. Stellen Sie jedoch sicher, dass Sie darüber diskutieren, wie Sie über die Leistung berichten werden. Fügen Sie eine Zeitleiste hinzu, wann und wo Sie beabsichtigen, interessierte Parteien über Ihre Fortschritte zu informieren.

Handeln Sie im Einklang mit Ihrer Unternehmenskultur

Bei der Gestaltung Ihrer Nachhaltigkeitsrichtlinie ist es wichtig, die allgemeingültigen Werte Ihres Unternehmens zu berücksichtigen. Nehmen Sie sich Zeit, um jegliche anderen Unternehmensrichtlinien oder SOPs (Standardvorgehensweisen) zu lesen, um Konflikte zu identifizieren, die sich aufgrund Ihrer neuen Umweltziele ergeben könnten.

Betonen Sie die Zustimmung der Führungsebene

Jede unternehmensweite Richtlinie muss von oben unterstützt werden. Die Unterzeichnung der Nachhaltigkeitsrichtlinie durch den Verwaltungsrat oder die Top-Führungskräfte ist von entscheidender Bedeutung, um das Engagement der Organisation für die darin beschriebenen Änderungen zu demonstrieren. Diese scheinbar kleine Geste ist entscheidend, um sowohl interne als auch externe Stakeholder davon zu überzeugen, dass es Ihnen ernst ist, eine nachhaltige Zukunft für Ihr Unternehmen zu schaffen.

Jetzt haben Sie also eine Nachhaltigkeitsrichtlinie. Was kommt als nächstes?

Teilen Sie die Nachhaltigkeitsrichtlinie mit Ihren Stakeholdern

Damit eine Nachhaltigkeitsrichtlinie erfolgreich ist, muss sie die richtigen Menschen erreichen. Wird Sie auf eine Intranetseite geschoben und vergessen, kann dies schnell zu Anschuldigungen des Greenwashings führen. Wenn Sie Ihre Richtlinie an die Mitarbeiter verteilen, sie in Verträge integrieren und regelmäßige Workshops und Diskussionen veranstalten, können Sie echte Fortschritte auf dem Weg zu Ihren angestrebten Zielen erzielen.

Außerdem müssen Geschäftspartner, einschließlich Lieferanten, eine Kopie erhalten und alle zukünftigen Partner müssen sich zudem zum Inhalt Ihrer Richtlinie verpflichten. Die Schulung der entsprechenden Mitarbeiter, die diese Gespräche führen werden, und die Prüfung potenzieller Lieferanten oder Auftragnehmer sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung.

Ihre Umweltrichtlinie öffentlich zugänglich zu machen, ist eine weitere großartige Möglichkeit, um sicherzustellen, dass sie alle relevanten Stakeholder erreicht und dass die Haltung Ihres Unternehmens zur Nachhaltigkeit bekannt ist.

Kommunizieren Sie Ihren Fortschritt

Wie wir gesehen haben, können kleine Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsinitiativen nutzen, um neue Kunden zu gewinnen und ihre Unternehmenskultur zur Anwerbung potenzieller Bewerbern und Bewerberinnen zu nutzen. Feiern Sie wichtige Meilensteine mit Ihren Teams und teilen Sie Ihre Fortschritte als Teil Ihrer Marketingstrategie, wenn Sie Ihre Ziele erreichen.

Flugzeug, das über den Dschungel fliegt

Checkliste für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitsrichtlinie

  1. Identifizieren Sie Schlüsselprobleme – teilen Sie die wichtigsten Bedenken Ihrer Branche und wie diese mit dem breiteren globalen Kontext in Zusammenhang stehen.
  2. Geben Sie eine Erklärung Ihrer Vision ab – skizzieren Sie die nachhaltigen Geschäftspraktiken, die bei der Bewältigung dieser Probleme helfen würden.
  3. Bestimmen Sie Ihren Rahmen – klären Sie die wichtigsten Prioritäten Ihres Unternehmens im Bereich Umweltmanagement und soziale Verantwortung.
  4. Gehen Sie eindeutige Verpflichtungen ein – stellen Sie einen eindeutigen und messbaren Aktionsplan auf, einschließlich des Business Case, der hinter diesen Veränderungen steht.
  5. Holen Sie sich Rückendeckung – lassen Sie hochrangige Führungskräfte diese nachhaltigen Geschäftsstrategien in ihrem Namen unterzeichnen.
  6. Machen Sie es öffentlich bekannt – teilen Sie Ihre Nachhaltigkeitsprogramme mit wichtigen Stakeholdern und integrieren Sie Ihre Aktivitäten in Ihre Marketingstrategien.

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