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Nachhaltigkeit im Fokus: So denken Geschäftsleute über die Zukunft der Dienstreise

10 Feb 2022 7 MIN READ

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Nachhaltigkeit im Fokus: So denken Geschäftsleute über die Zukunft der Dienstreise

Unternehmen machen „Nachhaltigkeit“ zunehmend zum wichtigsten Punkt ihrer Agenda für 2022. Es besteht jedoch die Gefahr, dass dieses Thema im Bereich der Theorie und Spekulation bleibt. Wenn man Gewohnheiten neu gestalten will, muss man zuerst diejenigen befragen, die am meisten davon betroffen sind. Mit diesem Ziel vor Augen haben wir eine Umfrage mit 1.000 Geschäftsreisenden und Pendlern in Deutschland durchgeführt, um das Thema Reisen und Nachhaltigkeit aus der Perspektive der Gemeinschaft zu beleuchten.

Wie sieht die neue Normalität in der Reisebranche nach Corona aus?

Zu den frühesten und deutlichsten wirtschaftlichen und sozialen Verlusten der Pandemie gehörte das Reisen in praktisch allen Formen. Die Pendlerströme schrumpften in ganz Europa auf einen Bruchteil der Zahlen von 2019, der Flugverkehr kam weltweit zum Erliegen, und Menschen überall begannen, in ihrem Alltag wenigere und kürzere Strecken zurückzulegen.

Jetzt, da sich die Reiseindustrie allmählich erholt und die Anzahl von Reisenden und Pendlern in den meisten Teilen Europas langsam wieder auf das Niveau vor der Pandemie ansteigt, stellt sich die wichtige Frage, wie die „neue Normalität“ aussehen wird.

Schließlich haben die fehlenden Touristenmassen und leeren Straßen und Flughäfen der Pandemie deutlich gemacht, wie schnell die Natur sich erholen kann und dadurch viele zum Nachdenken angeregt.

Tatsächlich zeigen unsere internen Recherchen, dass 70% der Bevölkerung weiterhin über die Auswirkungen des Klimawandels und die Zukunft unseres Planeten besorgt sind, wobei unsere Verkehrsgewohnheiten eine entscheidende Rolle spielen.

In diesem Sinne haben wir uns entschlossen, 1.000 Geschäftsreisende und Pendler in Deutschland zu ihren Reisegewohnheiten in der Zeit nach der Pandemie zu befragen. Sehen Sie sich die Ergebnisse unten an.

Wann bewegen wir uns fort, wohin gehen wir, und wie kommen wir dorthin?

Als Erstes wollten wir von den Befragten wissen, wohin sie reisen, wie oft sie unterwegs sind und wie sie normalerweise von A nach B kommen. Von denjenigen, die beruflich unterwegs sind, gab etwa ein Drittel der Befragten an, dass sie durchschnittlich fünf bis sechs Geschäftsreisen pro Jahr unternehmen.

Etwa ein Viertel der deutschen Geschäftsreisenden gab an, einmal pro Monat zu reisen, während ein Drittel angab, höchstens dreimal pro Monat zu reisen. Für die mobilsten etwa 16% der Befragten, sind mehrere Geschäftsreisen pro Monat die Regel.

Die Hälfte aller dieser Reisen (50%) finden innerhalb Europas statt, während nur relativ wenige Personen aus geschäftlichen Gründen in weiter entfernte Länder reisen. Knapp ein Drittel (29%) der Geschäftsreisenden gab an, beruflich auf Fernreisen zu gehen, wobei die USA und Asien die beliebtesten Ziele sind. Am überraschendsten ist vielleicht, dass nur jeder Fünfte (21%) angab, beruflich regelmäßig innerhalb Deutschlands zu reisen, was bedeutet, dass die meisten Menschen beruflich ins Ausland reisen.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass das beliebteste Verkehrsmittel für Geschäftsreisen nach wie vor das Flugzeug ist: 43% der Befragten gaben an, dies sei ihr häufigstes Transportmittel.

Selbst innerhalb Deutschlands und Europas entscheiden sich nur 15% der Menschen für die Bahn und nur 3% für den Bus. Nach dem umweltschädlichen Flugzeug ist das benzinschluckende Auto die zweitbeliebteste Option: 40% der Befragten nutzen die Straße für Geschäftsreisen.

Aufgedeckt: die umweltfreundlichsten Pendler Deutschlands

Vor der Pandemie mussten die meisten von uns zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. Da die Pandemie sich ihrem Ende zuneigt, bleibt es ungewiss, ob die Menschen im selben Maße wie früher auf das Auto zurückgreifen werden.

Von den Pendlern, die an unserer Umfrage teilgenommen haben, gaben 75% an, mit dem Auto ins Büro zu fahren, im Vergleich zu nur 24% öffentliche Verkehrsmittel nutzten. Nur 16% machen sich laut Angaben sportlich mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf den Weg zur Arbeit.

Natürlich Allerdings ist dies kaum nur auf Bequemlichkeit zurückzuführen. Fast die Hälfte von uns (42%), fährt laut Angaben täglich mehr als eine Stunde zur Arbeit zu fahren. Das macht das Auto in weiten Teilen Deutschlands zur einzigen praktikablen Option, selbst wenn man in der Nähe guter öffentlicher Verkehrsverbindungen wohnt.

Trotzdem gaben 65% der 20- bis 50-Jährigen an, dass sie bereit sind, in Zukunft umweltfreundlichere Alternativen für den Weg zur Arbeit zu nutzen. Aber inwieweit folgt dieser weit verbreiteten Besorgnis auch die Bereitschaft zu Handeln, Maßnahmen zu ergreifen und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen?

Die Antwort hängt davon ab, wo man wohnt. In unserer Umfrage waren einige Städte anderen weit voraus, was die Bereitschaft zum Umsteigen angeht.

Die drei aufstrebenden Öko-Reiseregionen sind Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen. Dort streben 79%, 75% und 72% der Befragten die Nutzung von umweltfreundlicheren Transportmitteln an. Die Regionen am unteren Ende der Liste sind Rheinland-Pfalz, Saarland und Brandenburg, wo nur etwa die Hälfte oder weniger der Befragten dieselbe Aussage machten.

Warum also diese Diskrepanz? Zum Teil spielen Verkehrsnetze dabei eine Rolle, bei denen sowohl Bremen als auch Hessen bereits über zwei der am besten ausgebauten Bahn- und Busnetze des Landes verfügen.

Dies gilt jedoch nicht für Länder wie Brandenburg, die trotz exzellenter Verkehrsverbindungen am unteren Ende der Liste stehen. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Kosten für Pendler eine Rolle spielen könnten. Zwar sind Fahrten innerhalb des Bundeslandes nicht wesentlich teurer als in anderen Gebieten, aber Fahrten zwischen Brandenburg und Berlin gehören zu den teuersten Streckenmit öffentlichen Verkehrsmitteln. Verantwortlich sind die steigenden Fahrpreise im Großraum Berlins.

Obwohl dies keine endgültige Erklärung ist, könnte es durchaus sein, dass es den Pendlern in Brandenburg, wo nur 46% der Befragten vorhatten, umweltfreundlicher zu reisen, dadurch schwerer fällt, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Im industriell geprägten Saarland hingegen, das weniger dicht besiedelt ist als andere Bundesländer, ist das Auto oft die einzige Option.

Wer ist für nachhaltigere Reisemöglichkeiten verantwortlich?

Wenn so viele von uns wollen, dass ihre Reisen in der Zeit nach der Pandemie nachhaltiger werden, wie können wir das erreichen? Die Antwort hängt davon ab, wo man die Verantwortung für die Schaffung umweltfreundlicherer Alternativen sieht.

Die meisten unserer Befragten , waren der Meinung, dass die Politik eine entscheidende Rolle spielt.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Luftfahrtindustrie und ihre Verbindungen zur staatlichen Regulierung. Obwohl eine Mehrheit der Befragten (57%) die Abschaffung von Kurzstreckenflügen im Inland (weniger als 400 km) befürwortet und weitere 54% der Meinung sind, dass die Regierung weniger Geld für die Subventionierung der Luftfahrtindustrie ausgeben sollte, ist fast die Hälfte der Teilnehmer nicht davon überzeugt, dass dies eine endgültige Lösung darstellt.

Auch wenn die Öffentlichkeit im Allgemeinen eine stärkere Meinung vertritt, ist es klar, dass wir unter den Geschäftsreisenden weit davon entfernt sind, einen Konsens zu erreichen. Da diese Bevölkerungsgruppe bei weitem am stärksten von einer Änderung der Politik betroffen ist und in dieser Hinsicht direkt betroffen sein wird, erscheint ein einfaches Verbot von kurzstreckenflügen wenig sinnvoll, ohne dass eine praktikable „grünere“ Alternative angeboten wird.

Noch wichtiger ist, dass satte 73% der Befragten angaben, dass die Regierung mehr in die Bereitstellung und Förderung nachhaltigerer Reiseoptionen investieren sollte.

Wir haben Deutschland gefragt, wie es über Reisen in der Zeit nach der Pandemie denkt, und es stellte sich heraus, dass sich die meisten Menschen über ihre Kohlenstoffemissionen Gedanken machen. In der Zeit nach der Pandemie wünschen sich die Menschen weniger umweltbelastende Reisen, mehr öffentliche Verkehrsmittel und proaktive politische Maßnahmen unserer Politiker, die dazu beitragen können, etwas zu ändern.

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